einlassen oder sein lassen

Nie gibt es den perfekten Zeitpunkt, um sich zu verändern, etwas Neues zu beginnen und sich einzulassen – weder für eine neue Stadt, einen neuen Job noch für eine Gründung oder eine Beziehung.

Daher beschenkt uns das Leben mit Momenten, in denen sich kleine Zeitfenster öffnen. In einem Augenblick werden neue Erkenntnisse sichtbar, so dass wir die Welt mit anderen Augen wahrnehmen. Und mit einem Gedankenblitz finden wir zu der einen Entscheidung.

Lassen wir uns ein, wird der Mut unser Wegbegleiter. Mit einem Schritt nach vorne öffnet das Leben Türen – im Außen wie auch im Innen. Wir bekommen die Gelegenheit, ein unbekanntes Feld zu entdecken und den Zugang nach Innen zu finden. Schritt für Schritt gehen wir eine Ebene tiefer und holen die verborgenen Eigenschaften aus uns heraus. Von Innen nach Außen werden sie sichtbar – in unserer Haltung sowie in unserem Charakter.

Lassen wir es sein, wird zumeist die Angst unser Wegbereiter. Wir gehen damit dem Unbekannten aus dem Weg und wenden uns von ihm ab, um das Neue nicht zu sehen. Wir verschließen uns im Innen, gehen in die bekannte Landschaft zurück und überschreiten keine Grenzen. Das Geschenk des Lebens lehnen wir dann in diesem Moment ab.

Lassen wir uns also ein, erleben wir in einem kleinen Zeitfenster Veränderung. Mit dieser Erfahrung bringt uns das Leben in neue Lebensräume.

Wenn wir lernen, den ersten Schritt zu wagen, heißen wir das Neue willkommen. Die Kraft liegt dabei in unseren Gedanken, das Neue in das eigene Haus einzuladen, dafür Platz zu schaffen und ihm den Raum zu schenken.

© Text: Zerrin Börcek

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